Nachgefragt bei der #zämesammle-Community: Austausch mit Gottfried

Was motiviert Menschen, ihre Flächen auf #zämesammle zu teilen? Welche Erfahrungen machen sie bei der Bekämpfung invasiver Neophyten? Wir haben bei Gottfried (70) nachgefragt. Er ist Gemeindevertreter in der Kommission Kiesabbau und Rekultivierung und engagiert sich mit seiner Kommission für den Unterhalt einer rekultivierten Kiesgrube in Lenzburg. 

Was hat dich motiviert, dich auf der Plattform #zämesammle als Flächenanbieter zu registrieren? 
Ich war interessiert, weitere Helfer:innen für den «Zupftag» der Ortsbürger zu gewinnen. 
 

Würdest du von dir behaupten, dass du dich im Bereich invasiver Neophyten bereits gut auskennst? 
Ich kenne vor allem die sich in der ökologischen Fläche ausbreitenden Neophyten. Ebenso schaue ich im eignen Garten auf entsprechende Gewächse und entsorge die undefinierten Pflanzen (z.B. Tessinerpalme usw.) 

Die Community kommt zur Hilfe: Gemeinsam gegen invasive Neophyten (Bild: Gottfried Kneuss)

Konntest du bereits einen Termin mit Freiwilligen Helfenden vereinbaren? Falls ja, magst du in zwei, drei Sätzen beschreiben, wie der Einsatz zu Stande gekommen ist? 
Die Kommission führt jedes Jahr einen Anlass in der Spezialzone Kieswerk durch. Darauf wird auf Freiwillige aus der Stadt gesetzt. Es treffen sich jeweils 20 bis 25 Interessierte zu diesem Einsatz, der über ca. 2 Stunden dauert. Nach nun über fünf Jahren sehen alle Teilnehmer:innen die mehrmals dabei sind, einen Erfolg. Die bearbeiteten Flächen sind nicht mehr so intensiv mit Neophyten bewachsen. Wir können trotzdem jedes Jahr ca. 600 kg Grüngut durch das Bauamt in die Verbrennung führen lassen. Via die Plattform #zämesammle suchen wir nach zusätzlichen Freiwilligen, damit die Erfolgsgeschichte weitergeführt werden kann. 

Was würdest du potenziellen Interessenten sagen, wenn du gefragt wirst, ob sich das Mitmachen auf #zämesammle lohnt? 
Mitmachen lohnt sich auf jeden Fall. Nur so können wir gemeinsam die massive Zunahme von Neophyten und deren Verdrängungsplan eindämmen! 

Zu guter Letzt: Wem würdest du die Plattform #zämesammle empfehlen? 
Allen Personen, die für die Neophytenbekämpfung verantwortlich sind. 
 

Zupftag in Lenzburg (Bild: Gottfried Kneuss)

Gottfrieds Beispiel zeigt: Dranbleiben wirkt. Erfolge werden sichtbar – aber nur, wenn regelmässig angepackt wird. Und genau hier setzt #zämesammle an: Menschen zusammenbringen, die gemeinsam etwas bewegen wollen.